Das Motorrad unterwegs warten und reparieren

Regelmäßige Wartung des Motorrades ist das Um und Auf für ein langes Motorradleben. Doch auch bei regelmäßiger Wartung wird mal was unterwegs kaputtgehen.

Wartung des Motorrades

Wer sein Motorrad regelmäßig wartet und durchcheckt, wird nicht nur die Lebensdauer seines Motorrades wesentlich erhöhen, sondern auch entstehende Probleme früher erkennen.

Arbeiten, die regelmäßig durchgeführt werden sollten:

  • regelmäßig Ölstand und Öl kontrollieren, Ölwechsel, Ölfilter wechseln
  • Luftfilter reinigen (wenn man viel auf staubigen Pisten und in der Wüste unterwegs ist, auch täglich)
  • Schrauben nachziehen
  • Kette ölen, Kettenspannung checken
  • Reifen und Luftdruck kontrollieren

Reparaturen unterwegs

Unterwegs ist es von großem Vorteil, wenn man selbst viel am Motorrad reparieren kann. Jedoch ist es keine Voraussetzung, ein guter Mechaniker zu sein. Es ist zwar unterwegs selten so wie bei uns in Mitteleuropa, dass man bei einer Panne den Automobilclub ruft, und Hilfe innerhalb kurzer Zeit kommt, und der nächste spezialisierte Motorradhändler nur ein paar Kilometer entfernt ist. Aber irgendwie geht es immer weiter, man muss nur etwas kreativ sein.

Sehr empfehlenswert ist die Mitnahme einer Reparaturanleitung für dein Motorrad.

Nimm nicht zu viel Ersatzteile mit. Aber sei gerüstet für zu erwartende Probleme. Unterwegs werden nicht immer und überall die benötigten Ersatzteile verfügbar sein. Im Notfall musst du dir die entsprechenden Teile einfliegen lassen via Express-Service. Achte dabei darauf, dass hier Zollgebühren und Importsteuern fällig werden können – in einigen Ländern können diese empfindlich teuer sein. Wenn du in diese Situation kommst, zahlt es sich aus, genau zu recherchieren, vielleicht kannst du dir einiges an Geld sparen, wenn du dir die Teile ins Nachbarland schicken lässt.

Plane auch rechtzeitig, wie lange deine Reifen und der Antriebssatz halten werden. In vielen Ländern wird es sehr schwierig, entsprechendes Material aufzutreiben. Und es ist sehr ärgerlich, wenn du in einem Kaff ein paar Wochen warten musst, bis neue Reifen nachgeschickt werden, und du dafür noch eine Stange Geld an Transportkosten und Zollgebühren zahlen musst.

Wenn möglich, sei dabei, wenn in einer Werkstatt an deinem Motorrad herumgeschraubt wird. Erstens kannst du so was Lernen, aber wichtiger – du kannst checken, ob alles ordentlich gemacht wird. Wobei ich hier nicht sagen möchte, dass Mechaniker anderswo nicht gut und kreativ sind. Aber es kommt ja auch in Europa oft genug vor, dass Sachen verrechnet werden, die nie gemacht wurden, oder sehr schlecht erledigt werden, oder mal eine Schraube vergessen wurde anzuziehen.

Werkstätten in Entwicklungsländern schauen oft nicht sehr vertrauenserweckend aus. Überall Schmutz, und ein paar verrostete Werkzeuge liegen am Boden herum. Doch oft sind die Mechaniker dort sehr kreativ, und können mit einem Minimum an zur Verfügung stehenden Werkzeugen und Ersatzteilen Wunder bewirken. Es kann aber auch sein, dass sie dabei totalen Pfusch produzieren.

Resümee: Mangelnde Mechanikerkenntnisse sollen nicht als Entschuldigung gelten, nicht loszufahren. Denn gerade Situationen, die anfangs kompliziert und unlösbar erscheinen, sind oft die Basis für ein interessantes neues Abenteuer. Und irgendwie geht´s immer weiter!

Moderne Motorräder sind meist von einer so guten Qualität, dass man bei sachgemäßem Umgang eine sehr hohe Kilometerleistung erreichen kann.