SAT NAV, GPS, Landkarten und Navigation

Landkarten

Landkarten haben auch heute in Zeiten von GPS und digitalen Karten ihre Daseinsberechtigung. Gedruckte Landkarten haben viele Vorteile: sie sind unabhängig von einer Stromversorgung, wiegen wenig und haben wenig Platzbedarf – und: sie sind wesentlich besser zur Planung der Route geeignet wegen der besseren Übersichtlichkeit.

Man muss auch nicht alle benötigten Karten mitnehmen. Oft bietet sich die Möglichkeit, unterwegs entweder Karten zu kaufen, oder sie bei anderen Reisenden einzutauschen.

Ideal ist die Kombination Landkarte mit GPS.

SAT NAV (Satelliten Navigationssystem)

SAT NAV sind GPS, welche mit einer Landkarten-Software ausgestattet sind. Am Display siehst du eine farbige Landkartendarstellung, wo du genau siehst, wo du bist, und wie es weitergeht. Du gibst die gewünschte Destination an, das SAT NAV sucht den besten Weg, und gibt dir genau an, wie du fahren musst. SAT NAV sind sehr gut geeignet für motorisierte Reisende.

Bekannte Beispiele sind TomTom und Garmin Zumo oder Nuci. Preise für SAT NAV sind heute schon recht günstig. Braucht man jedoch Karten für viele Weltgegenden, wird die Landkarten-Software mit einigen Hundert Euro zu Buche schlagen.

Auch sind nicht alle Gebiete durch digitale Gebiete erfasst. Viele Teile Afrikas (ausser Süd- und Ostafrika) und Asiens, sowie einige Andenstaaten sind nicht oder nur spärlich erfasst.

Verlasse dich auch nie ausschließlich auf dein SAT NAV. Wenn die Stromversorgung ausfällt, oder ein technischer Defekt auftritt, ist es sehr gut, wenn du dich mit Hilfe einer Landkarte orientieren kannst, und auch weißt, wo du dich befindest.

Weitere Tipps und Hinweise zur Navigation und Orientierung

  • Viele smart-phones und Tablets haben GPS. Und wenn man Internet Verbindung hat, kann man sich die Route auf Google Maps anschauen und planen.
  • Es zahlt sich aus, sich mit dem Thema näher zu beschäftigen und sich genau einzulesen. GPS und SAT NAV sind praktische und tolle Hilfsmittel. Aber verlasse dich nicht ausschließlich auf die Technik!
  • Auch mit Landkarte, Kilometerzähler, Kompass und etwas Übung kann man sich hervorragend orientieren. Bis vor wenigen Jahren hat es bei allen so funktioniert.
  • Achtung: die Realität schaut nicht immer so aus, wie es die Karte vermuten lässt – auf der Karte eingezeichnete Strassen gibt es nicht, Hauptstrassen sind nur Schlammpisten, plötzlich gibt es eine Abzweigung, die auf der Karte nicht eingezeichnet ist …

Unterwegs nach dem Weg fragen

  • Frage nie: ist das der Weg nach XY? – denn oft wird die Antwort ja sein, auch wenn der Gefragte keine Ahnung hast, von was du sprichst. Er will nur nett sein und dich nicht enttäuschen, in dem er dir keine Antwort geben kann. Besser fragen: wo ist die Straße nach XY?
  • Viele Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, können mit dem Konzept einer Landkarte nichts anfangen.
  • Gerade in ärmeren Gegenden ist es besser, immer nur den Weg nach dem nächsten Dorf zu fragen, da viele Menschen nie die nähere Umgebung ihres Dorfes verlassen haben.
  • Verlasse dich nie auf Entfernungs- oder Zeitangaben. Diese haben oft nur sehr bedingt mit der Realität zu tun.

 

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