Motorrad verschiffen; Transport des Motorrades mit dem Flugzeug

Wer sich auf eine Weltumrundung mit dem Motorrad aufmacht, der muss, je nach gewählter Route, mindestens zwei Ozeane überqueren. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Flugtransport oder Verschiffung.

Verschiffung des Motorrades: Vor- und Nachteile

Die Verschiffung des Motorrades mag auf den ersten Blick oft um einiges billiger erscheinen, als ein entsprechender Transport via Flugzeug. Doch kommen zu den Kosten der Verschiffung noch teure Hafengebühren und Handlinggebühren dazu.

Das kann vor allem für jene, die keine Erfahrung damit haben, eine teure Überraschung werden. Denn gerne wird dir der Spediteur einen Preis nennen, der angeblich alle Kosten beinhaltet. Und die böse Überraschung kommt dann ein paar Wochen später, wenn du dein Motorrad in Empfang nehmen willst, und der Ansprechpartner am Zielhafen mehrere Hundert Euro für Kosten am Zielhafen verrechnet.

Da kannst du dich dann ärgern wie du willst: der Spediteur am Abfahrtshafen hat sein Geld schon längst, und am Zielhafen kannst du diskutieren, so viel du willst – es wird dir nichts nützen.

Weiterer Nachteil einer Verschiffung: das Ganze dauert ein bisschen. Drei bis vier Wochen wird eine Verschiffung schon dauern, eventuell auch länger. Und darauf verlassen, dass die Termine hundertprozentig eingehalten werden, kann man sich auch nicht.

Was auch ein Problem bei Verschiffungen ist: es kommt häufig zu Diebstahl. Transportkisten werden aufgebrochen, und transportiertes Gepäck gestohlen. Ist mir selbst auch schon während einer Verschiffung von Indien nach den USA passiert.

Flugtransport

Für mich ist der Transport des Motorrades mit dem Flugzeug die bessere Alternative. Es mag ein wenig teurer sein als eine Verschiffung. Dafür sind die Kosten von Beginn an transparenter. Es empfiehlt sich, rechtzeitig mehrere Angebote einzuholen. Dafür musst du die Abmessungen der Transportbox und das Gewicht wissen.

Einige Speditionen verfügen über Spezialpaletten für Motorräder. Ansonsten kann man bei lokalen Motorradhändlern nach einer Transportkiste anfragen.

Der größte Vorteil beim Flugtransport ist, dass das Motorrad eventuell im selben Flieger mitkommt, oder mit ein oder zwei Tage Abweichung.

Für den Papierkram empfiehlt sich ein Agent. Der kostet zwar etwas, dafür läuft alles effizienter. Und speziell wenn man dies das erste Mal macht, spart man einiges an Zeit und Mühen. Zusätzlich werden noch Gebühren am Zielflughafen dazukommen, die allerdings in der Regel nicht zu hoch sind.

Achtung bei US-Fluglinien: diese klassifizieren Motorräder als gefährliche Güter, und daher kann die Mitnahme aus US-Flughäfen verweigert werden. Als Alternative kann man nach Kanada ausweichen.

Vorbereitungen für den See- bzw. Lufttransport

  • Motorrad rechtzeitig anliefern (oft 2 bis 3 Tage vor Abflug bzw. Abreise)
  • Batterien entweder ausbauen, oder zumindest Anschlüsse abtrennen (Anschlüsse isolieren!)
  • Benzin ablassen; oft ist es ok, wenn man einen kleinen Rest Benzin im Tank lässt, damit man bis zur nächsten Tankstelle fahren kann
  • Transport wird umso günstiger, je kompakter man packt:
    • Vorderrad ausbauen
    • Spiegel und Scheibe demontieren
    • Achtung: Stoßdämpfer nicht komplett zusammendrücken!
  • Motorrad nicht auf Seiten- oder Hauptständer abstellen
  • alles gut verzurren und auspolstern
  • Motorrad vorher gut reinigen (speziell bei der Einreise in Australien wird das Motorrad penibel genau auf Sauberkeit untersucht)
  • Gepäck in absperrbaren und möglichst fest verbundenen Behältern verstauen
  • GPS abbauen
  • Name und Destination gut sichtbar anschreiben

 

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