Zusatzausrüstung für das Motorrad

Die meisten neuen Motorrädern sind so gut, dass man sie vom Händler abholen kann, das Gepäck aufschnallt, und losfährt. Wird natürlich keiner so machen.

Motorräder sind heute auf einem hohen technischen Niveau und sehr zuverlässig. Jedoch, wer raus aus Europa und mal runter von den asphaltierten Strassen will, der wird sich über kleine Verbesserungen und zusätzliches Equipment fürs Motorrad Gedanken machen.

Tank

Wie weit wird deine längste Etappe ohne Tankmöglichkeiten voraussichtlich sein?

Daran orientiert sich, für wieviel Treibstoff du mindestens Ladekapazität benötigst. Für eine längere Reise ist es immer gut, wenn man für 500 km oder mehr Benzin mitnehmen kann. Bei der Yamaha XT660Z Tenere ist das serienmäßig schon sehr gut gelöst, denn diese hat einen 23 Liter Tank, der für eine Reichweite von mindestens 500 km gut ist.

Wenn der Tank deines Motorrades zu klein ist, dann empfiehlt es sich, den Originaltank durch einen größeren zu ersetzen. Für die meisten Enduros gibt es fertige Lösungen, die mit geringem Aufwand montiert werden können.

Eine sehr suboptimale Lösung ist es, den kleinen Tank am Motorrad zu lassen, und irgendwo am Heck Reservekanister mitzunehmen. Dies ist schwerpunktmäßig sehr ungünstig.

Reifen

Welche Reifen du aufziehst, hängt natürlich stark vom Einsatzgebiet ab. Bleibst du meist auf Asphalt, oder zieht es dich verstärkt auf Pisten. Das Strassennetz ist heutzutage in den meisten Ländern schon sehr gut ausgebaut. Selbst eine Afrika Nord – Süd – Durchquerung kann man heutzutage so planen, dass man kaum auf Pisten und unasphaltierten Strassen fahren muss.

Für mich waren Enduro-Reifen immer die beste Wahl. Mit diesen war ich auf Asphalt sicher unterwegs, und auf Pisten lieferten sie auch genügend Grip. Wer natürlich viel auf Wüstenpisten oder im Dschungel unterwegs ist, der wird sich was grobstolligeres aufziehen.

Was von Vorteil sein wird, ist der Einbau von dickeren Enduro-Schläuchen und Reifenhaltern. Die Wahrscheinlichkeit von einer Reifenpanne, speziell auf längeren Reisen abseits der Hauptstrassen, ist gegeben; der eine oder andere Platten kann dir schon passieren. Und dann ist es fein, wenn du einen Schlauch im Reifen hast. Nicht nur für dich leichter zu reparieren. Sondern der kann auch von jedem „Vulkaniser“, von denen es speziell in Dritte Welt Ländern sehr viele gibt, repariert werden.

Weitere Tipps

Hier noch ein paar Tipps und Denkanstösse:

  • Verwendung spezieller Zündkerzen für Benzin mit niedriger Oktanzahl.
  • Motorschutz: Schutz gegen Steinschlag und bei Bodenberührungen im Gelände.
  • Schutz exponierter und anfälliger Teile, die bei einem Sturz beschädigt werden können.
  • Hauptständer: speziell wenn du eine Reifenpanne beheben willst, eine Reparatur durchführen oder einfach nur die Kette ölen willst, wirst du froh sein, zusätzlich zum Seitenständer einen Hauptständer montiert zu haben.
  • Seitenständerauflageverbreiterung

Diese Liste kann unendlich erweitert werden. Es ist sehr individuell und von der Art deiner Reise abhängig, was du brauchst, bzw. was du glaubst zu brauchen. Eine gute Idee ist es, Reiseberichte zu lesen, und auch da den einen oder anderen Tipp aufzuschnappen.

Weitere Tipps für nützliche Zusatzausrüstung, und was du bei der Vorbereitung deines Motorrades beachten solltest, kannst du hier nachlesen: Vorbereitung des Motorrades für eine Weltreise

 

Im nächsten Kapitel gibt es eine Auflistung an empfohlenen Werkzeugen und Ersatzteilen.